Chronik


Chronik der Rotgerische Apotheke in Rietberg

Anno 1754

  

Es war die Zeit vor dem Siebenjährigen Krieg zwischen Preußen unter Friedrich II. und Österreich unter Maria Theresia, in deren Diensten auch Wenzel Anton, Graf von 
Rietberg-Kaunitz, stand.

Da gründete der Apotheker Ludwig Achatz Cassian aus Paderborn, von dem heute leider nichts mehr bekannt ist, in Rietberg eine Apotheke und erhielt am 20. April 1754 vom Freiherrn von Binder, der als Bevollmächtigter des Grafen von Rietberg fungierte, das PRIVILEGIUM EXCLUSIVIUM für Stadt und Land Rietberg. Das Einzugsbebiet dieser Apotheke war also mithin die gesamte Grafschaft Rietberg.

Leiter der Apotheke war der Apotheker Christoph Friedrich Conrad Pfankuch, der aus dem lippischen Schlangen stammte, ein Sohn des dortigen protestantischen Pfarrers.


Anno 1764,

kaufte C. F. C. Pfankuch die Apotheke von seinem Prinzipal Cassian, wobei das Privileg für die Apotheke am 30. Juni 1764 vom Freiherrn von Franken als Vertreter des Grafen von Rietberg auf ihn übertragen wurde.
 

Anno 1769,

versuchte der Apotheker Wilhelm Jacob Neuss aus Werden an der Ruhr mit Hilfe seines Schwagers, Forstmeister de Prato, der im Dienste des Grafen von Rietberg stand, in Rietberg eine zweite Apotheke zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte aber an dem PRIVILEGIUM EXCLUSIVIUM, das für die Apotheke des Apothekers Pfankuch bestand. Dieses Privilegium wurde übrigens während der napoleonischen Besetzung aufgehoben. Leider wurde versäumt, dieses nach dem Abzug der Franzosen erneuern zu lassen.

C. F. C. Pfankuch war verheiratet mit Maria Elisabeth Renardi aus Rheine und hatte mit ihr zwei Kinder, Benedikt und Magdalena. Benedikt studierte Medizin und war Stadtphysikus und Arzt in Rietberg.

 


   

Anno 1797,

heiratete Magdalena Pfankuch den Apotheker Friedrich Wilhelm Horst, der in der Apotheke ihres Vaters seit 9 Jahren als Provisor tätig war. 
Noch im gleichen Jahr, am 22. Februar 1797, wurde vom Grafen Ernst Christoph von Kaunitz-Rietberg das Privileg für die Apotheke auf Bitten von C.F.C. Pfankuch auf den Apotheker F. W. Horst übertragen, der fortan bis zu seinem Tode am 18. Januar 1818 Besitzer der Apotheke war.

 

Anno 1818,

nach dem Tode des F. W. Horst, nahm seine Witwe, Magdalena, geb Pfankuch, den Bruder ihres verstorbenen Mannes, den Apotheker Rudolf Horst, zum Provisor, der auch Provisor blieb bis Februar 1822. Dann mußte er krankheitshalber ausscheiden.


 

   

Anno 1822.

Am 25. November 1822 wurde Heinrich Wilhelm Victor Rotgeri Vorstand der Apotheke, nachdem er bereits einige Jahre als Gehilfe in dieser Apotheke tätig war und am
24. und 25. Mai 1822 sein Provisorexamen mit der Note „gut“ gemacht hatte.

 

Anno 1824,

heiratete er die Tochter des Arztes Benedikt Pfankuch und kaufte im gleichen Jahr die Apotheke von der Witwe Horst, der Tante seiner Frau. Am 24. November 1824 erhielt er die Approbation zweiter Klasse für eine kleine Stadt, und am 19. Februar 1825 wurde ihm die Konzzession für die Apotheke verliehen.

 

Anno 1868,

   

verkaufte H. W. V. Rotgeri die Apotheke an seinen Sohn Friedrich Wilhelm Rotgeri für 6 000 Taler. Dieser hatte am 5. Februar 1851 in Berlin die Approbation erster Klasse bekommen und erhielt nach dem Kauf der Apotheke hierfür die Konzession.

Im selben Jahr 1868 verlegte er die Apotheke vom alten Standort Lange Straße 26, heute Haus Heitmeier, in das neuerbaute Gebäude Lange Straße 148, wo sich die Apotheke bis 2000 befand. Verheiratet war H. W. V. Rotgeri mit Josephine Stadler aus Neuenkirchen.

 

Anno 1886,

am 23. Februar, verstarb er. Nachdem die Apotheke einige Zeit von einem Apothekervorstand geleitet worden war, wurde am 26. März 1888 der aus Coesfeld stammende Apotheker Clemens Brüning als Verwalter eingesetzt, der dieses Amt bis zum Jahre 1891 innihatte. Von 1891 – 1908 folgte ihm der Apotheker C. Morsey in diesem Amt.

 

Anno 1908,

übernahm Friedrich Rotgeri, der Sohn von Fr. W. Rotgeri und dessen Frau Josefine, die väterliche Apotheke als Besitzer. Gute und schlechte Zeiten außerdem zwei Weltkriege erlebte die Apotheke unter seiner Leitung bis 1952. Verheiratet war Friedrich Rotgeri mit Barbara Nunnemann, geb. Görres.

 

Anno 1952,

   

übernahm sein Adoptivsohn Joseph Rotgeri-Nunnemann, der mit Brunhilde geb. Münker verheiratet is, die Apotheke. Unter seiner Leitung erhielt die historische Apotheke nach einigen Veränderungen und Modernisierungsmaßnahmen ihr heutiges Gesicht.

 

Anno 1983,

genauer, am 01.04.1983, übernahm Helmut Rotgeri-Nunnemann die Apotheke.

 

Anno 1999

Unter seiner Leitung ist die Rotgeri’sche Apotheke von der Rathausstraße an die Delbrücker Straße, in das Ärztehaus, gezogen.

 

Anno 2007

am 01.09.2007 übernahm Dr. Jacek Sakowski die Apotheke. Er war bereits seit 01.05 2001 als Approbierter Apotheke in der Apotheke beschäftig.

 

Anno 2009

im August 2009 wurde die Apotheke modernisiert und mit neuer Kassen-Software und einem Kommisinierautomaten ausgestattet

News

Migräne adé!
Migräne adé!

Hilfe bei Migräneattacken

Gelegentlich oder mehrfach im Monat scheint in Ihrem Kopf ein Presslufthammer zu dröhnen? Die Schmerzen in der Schläfe und hinter den Augen sind kaum auszuhalten? Wahrscheinlich leiden Sie dann wie etwa jede 5. Frau und jeder 10. Mann unter Migräne. Wie Sie schwere Kopfschmerzanfälle medikamentös behandeln und welche vorbeugenden Maßnahmen es gibt.   mehr

Ekzem: Rasche Selbsthilfe
Ekzem: Rasche Selbsthilfe

Ekzem rezeptfrei behandeln

Ekzem bezeichnet eine nicht-infektiöse Hautentzündung, die jucken oder nässen kann. Leichte Formen lassen sich gut mit rezeptfreien Mitteln behandeln. Das Wichtigste über die Selbstmedikation bei einem Ekzem.    mehr

Cannabis als Medikament sicher
Cannabis als Medikament sicher

Freizeitgebrauch birgt hohes Risiko

Cannabis wird in der Medizin zur Therapie schwerkranker Menschen eingesetzt. Doch Experten warnen vor dem falschen Rückschluss, dass die Droge deshalb harmlos sei oder gar gesundheitsfördernde Wirkung habe.   mehr

Riskante Wechselwirkung bei Asthma
Riskante Wechselwirkung bei Asthma

Betablocker-Tropfen + Asthma-Mittel

Die geläufigsten Augentropfen zur Behandlung des Grünen Star zählen zu den sogenannten Betablockern. Werden zusätzlich Asthma-Mittel über den Mund eingenommen, ist das Risiko von Wechselwirkungen besonders hoch.   mehr

Raue Haut an Oberarm und -schenkel
Raue Haut an Oberarm und -schenkel

Reibeisenhaut richtig pflegen

Raue und schuppige Haut an Oberarmen oder Oberschenkeln sind die typischen Anzeichen für eine sogenannte Reibeisenhaut, einer Verhornungsstörung. Betroffene können die Beschwerden mit einer konsequenten Pflege lindern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Rotgerische Apotheke
Inhaber Dr. Jacek Sakowski
Telefon 05244/88 68
Fax 05244/70 03 10
E-Mail rotgerische-apotheke@t-online.de